Unser Newsletter

Newsletter 3/2020

gepostet am 23.03 2020

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der KTP in RLP

Für alle Menschen auf der ganzen Welt ist eine schwere Zeit angebrochen, die wir zusammen durchstehen müssen. Die Corona-Krise verlangt von jedem von uns, dass wir unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren, keine Hamstereinkäufe zu Lasten anderer machen und strikt die Hygieneregeln einhalten. Darin sind sich wohl alle einig: wenn wir weiterhin so sorglos mit der Verbreitung des Virus umgehen, werden unsere Krankenhausplätze nicht mehrausreichen und der Großteil von Deutschland wir infiziert sein. Das müssen wir versuchen zu vermeiden.

Doch was heißt das nun für die Kindertagespflege? Weiterhin betreuen, wie unsere Landesregierung empfiehlt? Oder besser doch schließen, dann aber auf eigenes finanzielles Risiko? Beides ist wohl der falsche Weg.
Grundsätzlich können alle Kindertagespflegepersonen entscheiden, ob sie ihre Tageskinder weiterbetreuen wollen oder nicht. Soweit sind sich ja alle einig. Aber was ist, wenn Eltern aus Sorge vor Ansteckung ihre Kinder vorläufig nicht mehr bringen? Oder die Tagesmutter oder ein Familienmitglied zur Risikogruppe gehört und das Weiterführen der Betreuungen zu gefährlich wird? Dann haben alle selbständigen Tagesmütter und Tagesväter ein Riesenproblem: sie haben ohne Selbstverschulden keinerlei Einnahmen mehr und müssen sich auf einige Monate ohne Verdienst einstellen. Das bedeutet für viele das Aus!

Welche Möglichkeiten haben wir in dieser Krisenzeit? Klar ist, dass Notbetreuungen für bestimmte Berufs- und Personengruppen dringend notwendig sind und auch die Kindertagespflegepersonen ihren Beitrag dazu leisten sollten. Uns erreichen aber auch andere Nachrichten: da lassen Eltern ihre Kinder betreuen und bleiben selbst mit Geschwisterkindern zuhause. Deutschkurse fallen aus und trotzdem bringen Eltern ihre Kinder zur Kindertagespflegperson. Eltern arbeiten nicht und bestehen auf dem Rechtsanspruch ihrer Kinder auf Betreuung. Ist denn nicht klar, dass die von der Bundesregierung geforderten Vorsichtsmaßnahmen unbedingt eingehalten werden müssen? Wer nicht notwendig eine Betreuung braucht, sollte wegen zu hoher Ansteckungsgefahr sein Kind zuhause lassen. Ohne Wenn und Aber!

Wie kommen wir nun durch die Krise? Hier einige Möglichkeiten:
1. Der Bund ist gerade dabei, ein Hilfspaket auch für Solo-Selbständige zu beschließen. Dann können auch KTPP, die finanzielle Ausfälle durch den Coronavirus haben, eine Unterstützung beantragen.. Ein einmaliger Zuschuss von max.9000€ wurde am 23.3.20 vom Bundeskabinett beschlossen. Es handelt sich um keinen Kredit, das Geld ist also nicht zurückzuzahlen und ist gedacht für die Überbrückung von drei Monaten. Wie schnell diese Hilfe greift, ist noch unklar.
2. Alle, denen eine Quarantäne angeordnet wurde, können sich über das Infektionsschutzgesetz bei den Gesundheitsbehörden ihre finanziellen Ausfälle vergüten lassen. Die Anträge stehen auf der Homepage des jeweiligen Gesundheitsamtes.
3. Die Jugendämter könnten die Ausfälle immer dann bezahlen, wenn Eltern sich entscheiden, ihre Kinder vorläufig nicht mehr zu bringen. Oder wenn die KTPP oder Familienangehörige einer Risikogruppe angehören und deshalb ihre Betreuungsstelle schließen müssen. Zumindest sollten die Jugendämter einen finanziellen Ausgleich finanzieren, damit es noch nach der Krise genügend KTPP gibt, die Betreuungen anbieten werden. Hierfür sollten alle KTPP sich vor Ort vernetzen und gemeinsam ins Gespräch mit ihrem zuständigen Jugendamt kommen. Im Schreiben des Landesjugendamtes vom 19.3.2020 wird den Jugendämtern empfohlen, den KTPP den Ausfall von Betreuungen mit der weiteren Bezahlung der Förderleistung zu vergüten. Der Sachaufwand soll nach Vorschlag der Landesregierung entfallen. Zumindest das würde vor Ort viele KTPP vor dem Ruin retten und damit gut durch die Krise führen. Dies gilt allerdings nur für die Fälle, in denen die Eltern die Kinder vorläufig nicht mehr bringen. Wenn KTPP von sich aus nicht mehr betreuen will wegen zu hohen Risiken für ihre eigene Familie, kommt die Landesregierung zu dem Schluss, dass hier die laufende Geldleistung vom Jugendamt eingestellt werden sollte! Nachzulesen unter https://bm.rlp.de/de/corona/

Interessant auch der Beitrag vom SWR, in dem eine Tagesmutter aus Mainz zur gegenwärtigen Situation interviewt wurde: https://www.swrfernsehen.de/zur-sache-rp/zur-sache-rheinland-pfalz-vom-19032020-100.html und https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/kindertagespflege-existenzgefaehrdet-100.html

Es gibt aber schon einige positive Beispiele in RLP: So haben der Rhein-Lahn-Kreis und die Stadt Bad Dürkheim beschlossen, die KTP weiter voll zu finanzieren. Also ist es doch machbar! Wir von der IG können nur unterstützen, alle müssen vor Ort selbst aktiv werden. “Gemeinsam sind wir stark” - dieses Motto gilt weiterhin für uns alle. Sucht euch Mitstreiter, geht kein unnötiges Risiko ein und kämpft um euer Überleben!

Daniela Gorke aus Mainz hat eine Petition an die Landesregierung gestartet, die zum Ziel hat, die KTP mit den Kitas und Schulen gleichzustellen. Das bedeutet, dass die KTP in der Corona-Krise nur noch für Notbetreuungen geöffnet bleiben soll und die KTPP weiterhin ihr Geld bekommen. Bisher haben über 2000 Personen unterschrieben, aber es müssen noch mehr werden! Hier der Link: http://chng.it/stn2chwr

Soviel zur aktuellen Situation. Nun zu unseren weiteren Nachrichten

Das Masernschutzgesetz ist nun in Kraft getreten und alle Kinder, die Betreuung benötigen, müssen den geforderten Impfschutz aufweisen. Kinder unter einem Jahr müssen im vorgesehenen Zeitraum geimpft werden. KTPP, die nach 1970 geboren sind, müssen dem Jugendamt ihren Impfschutz ebenfalls nachweisen. Bisher sind uns hierzu keine Probleme vor Ort bekannt.

Das ist Kita-Zukunftsgesetz ist teilweise in Kraft getreten und die ersten Auswirkungen werden sichtbar: die Jugendämter vor Ort müssen nun die KTP großteils ohne Zuschüsse selbst finanzieren und erhalten nur noch für Qualifizierungskurse eine finanzielle Unterstützung von der Landesregierung. Wie steht es mit dem Gerätepool? Was ist mit Anschaffungen von Krippenwagen, Kinderbetten, Hochstühlen, Fördermaterialien, usw.? Sind hierfür überhaupt noch Gelder in den Kommunen vorhanden? Oder wird alles in den Ausbau der Kitas gesteckt und damit die KTP langsam abgebaut? Werden langfristig noch Zweijährige in KTP betreut werden, wenn hier der Rechtsanspruch nicht gilt? Wie lange gilt in den Kommunen noch die Beitragsfreiheit ab dem 2. Lebensjahr, wenn der Kitaausbau beendet ist. Diese Fragen werden uns auch in diesem Jahr beschäftigen und wir werden darin auch weiterhin vom Paritätischen Landesverband unterstützt.

Zuletzt noch in eigener Sache: unser Fachtag wurde vom Paritätischen Landesverband verschoben. Aktuell können wir aber überhaupt keine Prognose abgeben, ob er in diesem Jahr noch möglich sein wird. Die Corona-Krise hat alle Planungen durcheinandergewirbelt.

Wir freuen uns sehr über Rückmeldungen zu unserem Newsletter!

Wir wünschen euch allen, dass ihr gut durch die Krise kommt!
Viele Grüße

Christine Roth-Sager
Petra Spengler
Anne Nalbach
Ramona Mund-Dengel
Susanne Mandel
Susanne Holzinger

Newsletter 1/2020

gepostet am 08.01 2020

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz,

zunächst einmal an alle ein schönes Neues Jahr! Wir hoffen, dass sich Ihre Vorsätze gut realisieren lassen und sind gespannt auf alles, was in diesem neuen Jahr auf die Kindertagespflege in RLP zukommt.

Vor dem Ausblick kommt immer ein Rückblick: so ist es uns trotz zahlreicher Bemühungen nicht gelungen, Einfluss auf das Kita-Zukunftsgesetz zu nehmen. Nun ist schon der erste Passus in Kraft getreten und die Beitragsfreiheit für alle Kinder ab dem 2. Lebensjahr in öffentlichen Einrichtungen wird umgesetzt. Also auch in Krippen. Schade, dass die KTP auch hier außen vor bleibt.

Bei unserer Demo am 10.8.19 in Mainz hätten wir uns viel mehr Resonanz von Kindertagespflegepersonen gewünscht. Wir waren einfach nicht genug Teilnehmer*innen, um auf uns aufmerksam machen zu können. Hier stellt sich für uns die Frage, warum sind nur 80 Personen gekommen? Sollen wir uns überhaupt weiterhin dafür einsetzen? Noch geben wir nicht auf!

Nun zum Ausblick: Gemeinsam mit dem Paritätischen Landesverband und dem Bundesverband KTP ist eine Fachtagung in Mainz am 27.3.2020 geplant, bei der es um die Zukunft der Kindertagespflege in RLP geht. Genaue Daten haben wir noch nicht, aber bitte planen Sie diesen Termin fest in Ihren Terminkalender ein. Frau Prof. Ahnert und Herr Prof. Sell werden aus unterschiedlicher Sicht die KTP in RLP beleuchten und gemeinsam mit uns diskutieren.

Das geplante große Netzwerktreffen im März werden wir verschieben müssen. Nach der Fachtagung entscheiden wir, ob und wie wir mit der IG weitermachen werden. Hier kommt es vor allem darauf an, wie viele Kindertagespflegepersonen wir mobilisieren können

Wie bei jedem Jahreswechsel stehen wieder Änderungen bzgl. der Bemessungsgrenzen der Sozialversicherungen an. Näheres hierzu finden Sie auf der Seite des Bundesverbandes (https://www.bvktp.de/service/aktuelles/#news-5222).

Das Masernschutzgesetz tritt am 1.3.2020 in Kraft und bedeutet auch für Kindertagespflegepersonen und deren Tageskinder eine Impfpflicht. Da die meisten von Ihnen als Selbständige arbeiten, müssen Sie sich jetzt um dieses Thema kümmern. Die Betreuung nicht geimpfter Tageskinder wird in Zukunft nicht mehr über öffentliche Gelder gezahlt werden. Entsprechende Fristen sind einzuhalten, auch tritt das Gesetz in manchen Teilen erst 2021 in Kraft. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Masernschutzgesetz können sie unter https://www.bvktp.de/service/aktuelles/#news-5238 nachlesen.

So, das war das Wichtigste Anfang des Jahres von uns!

Viele Grüße an euch alle

Christine Roth-Sager

Ramona Mund-Dengel

Petra Spengler

Anne Nalbach

Susanne Mandel

Susanne Holzinger

Newsletter 2/2019

gepostet am 24.07 2019

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz,

da wir von der IG uns alle ehrenamtlich für die Kindertagespflege engagieren, haben wir nun überlegt, wie wir am besten mit unseren zeitlichen Ressourcen umgehen können und uns jetzt entschieden: der geplante Fachtag im Oktober fällt aus. Wir haben leider keinerlei Rückmeldungen zu unserem Themenvorschlag erhalten, auch haben wir von Prof. Dr. Sell, den wir mehrmals angeschrieben haben, keinerlei Rückmeldung erhalten. Wir wollten u.a. ihn als Redner dabei haben, wenn es um das Kita-Zukunftsgesetz in RLP geht. Auch haben uns andere Referenten abgesagt, sodass wir zu der Entscheidung kamen, den Fachtag in diesem Jahr nicht anzubieten.

Aber wir blieben nicht untätig. Wir waren vor Ort in Mainz und haben mit dem Landeselternausschuss Kontakt aufgenommen, ebenso waren wir zur Diskussion über das Kita-Zukunftsgesetz im Bildungsausschuss, leider ohne Rederecht. Allerdings haben sich die Kolleginnen mit speziell gedruckten T-Shirts sichtbar gemacht. Auch haben wir in den unterschiedlichen Regionen von RLP Kontakte zu den Politikern aufgenommen, um die Problematik der fehlenden Regelungen bzgl. der Kindertagespflege für die Zukunft anzusprechen.
Da wir immer noch hoffen, dass die Landesregierung einlenkt und die Kindertagespflege gleichberechtigt neben die Betreuung in Kitas stellt, haben wir uns für eine andere Aktion entschieden:

Wir möchten euch alle zu einer Demo gegen das vorbereitete Kita-Zukunftsgesetz aufrufen:
DEMO am 10.8.2019
13 -15.00 Uhr
Treffpunkt Haupteingang Mainzer HBF
Ziel: Theaterplatz mit Infostand

BITTE KOMMT ALLE!

Je mehr wir sind, desto größer ist die Wirkung! Ihr fragt euch, warum ihr mitlaufen sollt? Ganz einfach, weil ihr für eure Zukunft eintreten sollt! Wird das Kitagesetz in der jetzigen Form beschlossen, hat die Kindertagespflege auf lange Sicht vielleicht keine Zukunft mehr oder reduziert sich auf ein Angebot für ergänzende Betreuungen. Deshalb müssen wir uns alle zusammentun und dagegen protestieren. Wir wollen die Kindertagespflege sichtbarer machen! Ihr möchtet Anerkennung? Wertschätzung eurer Arbeit? Gute Rahmenbedingungen? Dann kämpft mit uns dafür und kommt zur Demo!
Einen Flyer findet ihr unter http://ig-kindertagespflege-rlp.de/download/flyer-demo-02.jpg. Bitte verteilt ihn an alle Interessierten, also auch Eltern und Bekannte/Freunde/Familie und kommt mit Kindern und großem Anhang!
Um eine gute Außenwirkung zu haben, solltet ihr große selbstgefertigte Plakate/Transparente anfertigen, Bollerwagen/Mehrlingswagen mitbringen und viele „Krachmacher“ wie Trommeln, Ratschen, Schellen. Trillerpfeifen haben wir für euch schon besorgt.

Wir haben aber noch eine gute Nachricht für euch: Da wir in diesem Jahr auf einen Fachtag verzichten müssen, planen wir für das Frühjahr wieder ein großes Netzwerktreffen mit allen rheinland-pfälzischen Kindertagespflegepersonen. Bitte merkt euch vor:
Großes Netzwerktreffen in Rheinland-Pfalz
Samstag, 7.3.2020
Ort und Zeit geben wir rechtzeitig bekannt.

Wir sind sehr gespannt, ob wir genügend Tagesmütter/-väter und Interessierte mobilisieren können und freuen uns schon, euch alle am 10.8.19 in Mainz zu treffen. Gerne könnt ihr uns Rückmeldungen geben, ob ihr zur Demo kommt und welche Ideen ihr dazu habt.

Viele Grüße an euch alle!

Christine Roth-Sager
Ramona Mund-Dengel
Petra Spengler
Anne Nalbach
Susanne Mandel
Susanne Holzinger

Newsletter 1/2019

gepostet am 02.05 2019

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz

Wir haben uns jetzt längere Zeit eher im Hintergrund für euch engagiert und sind nicht zu einer Verschriftlichung gekommen. Bitte entschuldigt, dass wir erst jetzt einen Newsletter schreiben.

1. Resümee 2018
Wir als IG haben zahlreiche Besuche bei Landes – und Kommunalpolitikern gemacht. Auch auf Bundesebene kennt man uns nun. Zweck war, dass wir einerseits zeigen, dass die Kindertagespflegepersonen in RLP eine Vertretung haben und für ihre Arbeit sichtbar werden, andererseits war ja gerade im vorigen Jahr die Debatte um das Kita-Zukunftsgesetz, in die wir uns aktiv eingemischt haben ( und das immer noch tun!).
Unser Fachtag am 20.10.18 in Mainz war ein voller Erfolg! Wir hatten mehr Anmeldungen als Plätze und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten praxisnahe Impulse von den eingeladenen Referentinnen und Referenten. Auch ein reger Austausch fand statt und der Wunsch an die IG, 2019 wieder eine Fachtagung anzubieten.
Mit einer Sache waren und sind wir allerdings noch nicht zufrieden: wir bekommen von euch zu wenig Resonanz! Was passiert bei euch vor Ort? Wo habt ihr Probleme? Was läuft gut und kann für andere hilfreich sein? Welche Themen interessieren euch und sollen wir weiterhin vertreten? Bitte gebt uns doch per Mail mehr Rückmeldungen!

2. Kita-Zukunftsgesetz
Wir haben den Eindruck, dass vielen Tagespflegepersonen die Tragweite des künftigen Kitagesetzes nicht klar ist. Wisst ihr eigentlich, was da auf uns zukommt? Das Land positioniert sich eindeutig in Richtung Kitas und plant eine Zukunft, in der die KTP eine Nebenrolle spielen soll. Noch sind die Ausbauphasen in den größeren Städten nicht abgeschlossen, aber wenn es soweit ist, werden die Tagesmütter und Tagesväter vielerorts das Nachsehen haben. Vom Land fließt kein Geld mehr (nur noch für die Qualis und Weiterbildungen), der Rechtsanspruch und die Beitragsfreiheit für die Zweijährigen sind auf den Krippenbereich erweitert worden und die Großtagespflege findet ausschließlich in Unternehmen statt. Kommunen, die im Moment noch die Beitragsfreiheit auf die KTP übertragen haben, könnten dies mit Ende des Ausbaus von Kitaplätzen zurücknehmen, da der Rechtsanspruch nicht auf die KTP übertragen wurde. Auch ist klar: Kitas werden vom Land mitfinanziert, KTP nicht – ergo?
Und noch zwei weitere Punkte: Eine Elternvertretung ist nur für die Einrichtungen vorgesehen und benachteiligt klar die Eltern von Tageskindern. Die durchgehende Betreuung von sieben Stunden inkl. Mittagessen, wie für die Kitas und Krippen angedacht, wäre in der Kindertagespflege sofort umzusetzen. Hierfür müssten keine zusätzlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden!
Wir werden weiterhin nicht ruhen, um unsere Anliegen vorzubringen. Bitte lest die Aussagen von Frau Hubig im Bildungsausschuss und unsere Stellungnahme vom 29.4.19 an Frau Hubig. Beide Dokumente findet ihr unter den neuen Aktivitäten als Download. Natürlich haben wir unser Schreiben auch an zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter im Landtag geschickt. Eure Kommentare hierzu interessieren uns sehr!

3. Unsere Ziele für 2019
Die Kindertagespflege muss auch in unserem Bundesland als gleichrangiges Betreuungsangebot für Kinder bis zum 3. Lebensjahr anerkannt werden. Eine Lobby für die Kindertagespflege zu schaffen, das ist unser oberstes Ziel. In der Öffentlichkeit wird zurzeit nur über die Kitas diskutiert, eine Einbeziehung der Kindertagespflege fehlt dagegen vollkommen.
Damit Eltern frei entscheiden können, welche Betreuung zu ihrem Kind passt, muss die Beitragsfreiheit für alle Eltern von U3-Kindern gelten! Entscheidend sind doch hier der Wunsch der Sorgeberechtigten und der Bedarf der Kinder, jedoch nicht der Geldbeutel der Eltern! Gleiche Zugangsbedingungen werden dann dafür sorgen, dass die Qualität der Betreuung ausschlaggebend für die Wahl der Eltern ist.
In der Verwaltungsvorschrift des Landes bzgl. der Qualifizierung ist verbindlich nur eine verkürzte Version des QHB (Qualifizierungshandbuches) vorgegeben. Warum das denn? Sollen hier wieder Kosten eingespart werden? Und die Qualität spielt hierbei eine untergeordnete Rolle? Sicherlich, alle Kommunen können eine Qualifizierung nach dem QHB durchführen, dies ist aber nicht verbindlich vorgeschrieben und der Weg ist umständlich. Es herrscht ja jetzt schon bei den meisten Jugendämtern Personalknappheit, freiwillig werden sich nur wenige diese Arbeit aufbürden.
Eine Vertretung der Kindertagespflege auf Landesebene durch die Schaffung einer Landesfachstelle und die Einbeziehung der Kindertagespflege in die Jugendhilfeplanung der Kommunen sind weitere wichtige Ziele. Auch die sog. Großtagespflege mit 2 Kindertagespflegepersonen sollte ermöglicht werden. Dafür müssen allerdings gute Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Elternmitwirkung ist in der Kindertagespflege selbstverständlich, da ein täglicher Austausch bei den Tagesmüttern/Tagesvätern stattfindet. Eine Elternvertretung muss auch für die Kindertagespflege ermöglicht werden, gerne gemeinsam mit den Kitas und Krippen.

4. Fachtagung
Ein Fachtag 2019 ist wieder geplant, vorausgesetzt, wir bekommen dafür wieder finanzielle Unterstützung vom Land. Vorläufiger Termin ist am 19.Oktober 2019 in Mainz. Bitte merkt euch das Datum schon mal vor. Gerne könnt ihr uns Themen nennen, die euch interessieren. Wir schlagen vor, die Tagung unter das Motto zu stellen: „Zukunft der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz“. Was meint ihr dazu? Rückmeldungen bitte sehr zeitnah, damit wir noch planen können.

So, das waren unsere Neuigkeiten für euch.

Gez. Christine Roth-Sager

Newsletter 4/2018

gepostet am 17.10 2018

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz,

in diesem Newsletter möchten wir auf den Entwurf des Kita-Zukunftsgesetzes der Landesregierung eingehen. Dieses bezieht sich zwar hauptsächlich auf die Kindertagesstätten, beinhaltet aber entscheidende Aspekte der Kindertagespflege (KTP)und stellt somit die Weichen für eure/unsere Zukunft. Den Entwurf findet ihr unter https://kita.rlp.de/de/themen/kita-gesetznovelle/.

Dankenswerterweise hat uns die Landesregierung den Entwurf gesendet und auch uns um eine Stellungnahme gebeten. Ihr findet sie hier: http://ig-kindertagespflege-rlp.de/download/StellungnahmeIGKTPKitaZukunftsgesetz.pdf.

Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Punkte kurz für euch zusammen:

1. Künftige Finanzierung der KTP

Leider enthält das vorgelegte Kita-Zukunftsgesetz keinen Hinweis auf eine Finanzierung der KTP über Landesmittel. Es ist davon auszugehen, dass die bisherigen Mittel über den Betreuungsbonus und das Betreuungsgeld (meist unter „Gerätepool“ bekannt) wegfallen. Nur die Qualifikation wird noch über das Land gefördert.
Wir befürchten, dass die mangelnde finanzielle Unterstützung seitens des Landes langfristig dazu führen wird, dass nur die Kitas und Krippen ausgebaut werden und die Kindertagespflegepersonen immer weiter ins Abseits gedrängt werden.

2. Gleichstellung der Kindertagespflege

In §12 des Entwurfs wird der Rechtsanspruch auf einen Platz ab dem 1. Lebensjahr auf alle Tageseinrichtungen genannt (also auch Krippen), die Kindertagespflege wird nicht einbezogen! In §13 besteht für die KTP lediglich ein „Anspruch“ auf Förderung für die 1-3 Jährigen. Die Betreuung bis zum Schuleintritt und die ergänzenden Betreuungen von Kitakindern und Schulkindern bleiben eine Kann-Bestimmung.
Leider wurde die Chance verpasst, die Beitragsfreiheit ab dem vollendeten 2. Lebensjahr auch für die KTP umzusetzen.

3. Großtagespflege

Ein Zusammenschluss von zwei Tagespflegepersonen kann lt. Entwurf künftig in Unternehmen stattfinden. Das Argument der „Familiennähe“ von Betreuung in Betrieben ist für uns in keinerlei Hinsicht nachvollziehbar.

4. KTP in Kindertagesstätten

Hier beharrt die Landesregierung auf ihrer bisherigen Entscheidung: die Betreuung von Kindertagespflegepersonen in Kitas bleibt untersagt.

5. Mitwirkung von Eltern

Auch Eltern, die ihre Kinder über die KTP betreuen lassen, sollten ein Mitspracherecht bekommen. Im Entwurf gelten die vorgeschlagenen Regelungen zu Elternmitwirkung und Beschwerderecht ausschließlich für die Einrichtungen.

6. Bedarfsplanung

Zu begrüßen ist die Forderung, dass endlich auch die KTP in die Bedarfsplanung der öffentlichen Jugendhilfe einbezogen werden soll.

7. Qualitätssicherung

Bezüglich der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung wir die KTP nicht berücksichtigt. Das bedauern wir sehr.

8. Verpflegungskosten

In Tageseinrichtungen darf für Mittagessen und Verpflegung ein gesonderter Beitrag erhoben werden. Ein entsprechender Hinweis für die Kindertagespflege fehlt leider.

Unser Fazit: wir sind sehr enttäuscht über den Entwurf des Kita-Zukunftsgesetzes und werden dafür kämpfen, dass die Kindertagespflege auch in Rheinland-Pfalz als wichtige Säule der Kinderbetreuung anerkannt wird.
Gemeinsam schaffen wir es!

Christine Roth-Sager (Ludwigshafen, Sprecherin),
Susanne Holzinger (Speyer),
Susanne Mandel (Landkreis Alzey-Worms),
Ramona Mund-Dengel (Ludwigshafen),
Anne Nalbach (Rhein-Lahn-Kreis),
Petra Spengler (Mainz)

Newsletter 3/2018

gepostet am 18.06 2018

Liebe Mitstreiterinnen der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz,

in diesem Newsletter wollen wir euch von einigen unserer letzten Aktivitäten berichten.

1. Der Besuch bei Ministerin Dr. Stefanie Hubig

Am 12.4.18 stellten wir uns in Mainz bei der Ministerin Dr. Hubig ihrer Mitarbeiterin Frau Schönenberg vor. Wir diskutierten gemeinsam mit der Ministerin die Inhalte unseres Positionspapiers und legten dabei die Schwerpunkte auf

- die Gleichstellung der KTP mit der Kita und folgerichtig die Beitragsfreiheit für 2-Jährige in der KTP bis zum 3. Geburtstag der Tageskinder
- KTP kann und darf nicht zu einem Angebot für Randzeitenbetreuung verkümmern
- ein Zusammenschluss von KTPP kann mit einer guten Abgrenzung gegenüber der institutionellen Betreuung gelingen und wird von vielen aktiven Tagespflegpersonen in RLP gewünscht

Frau Hubig zeigte sich sehr interessiert an unseren Ausführungen und versprach, sich mit dem Thema Kindertagespflege weiterhin zu beschäftigen. Konkrete Zusagen konnte sie uns allerdings nicht machen.

2. Gespräch mit dem Bundestagesabgeordneten Torbjörn Kartes

Am 28.3.2018 folgten wir der Einladung des CDU-Abgeordneten Herrn Kartes und besprachen unser Anliegen in seinem Büro in Ludwigshafen. Da er bisher wenige Infos über den Bereich der Kindertagespflege hatte, informierten wir ihn über die rheinland-pfälzischen Rahmenbedingungen. Er zeigte sich vor allem über die fehlende Beitragsfreiheit für 2-Jährige und das reduzierte Qualifizierungsmodell erstaunt und versprach, sich auf Landesebene und auch auf Bundesebene für die KTP einzusetzen.

3.Länderkonferenz im Baunatal am17.3.2018

Zum ersten Mal haben sich Kindertagespflegepersonen zu einer Länderkonferenz aus ganz Deutschland getroffen, wir waren auch dabei. Insgesamt waren 12 Bundesländer mit 32 Personen vertreten. Diskutiert wurden die Situationen in den Bundesländern, Bezahlung, Qualifizierung und Ausfallzeiten. Es haben sich gravierende Unterschiede in den einzelnen Bundesländern mit ihren Kommunen gezeigt.

4. 2. Fachtag „Reform des SGB VIII – bessere Bedingungen für die Kindertagespflege“ am 28.4.2018 in Celle

Auch hier waren wir vertreten. Diese Veranstaltung wurde von der Berufsvereinigung für Kindertagespflegepersonen veranstaltet organisiert. 60 Teilnehmer nahmen daran teil. Prof. Wiesner berichtete über die Geschichte des SGB VIII. Mit deutlichen Empfehlungen, was sich am SGB VIII ändern muss und warum. Zwei Rechtsanwälte, Herr Sträßer und Frau Stocker-Preisenberger, trugen die rechtliche Seite und den Stand aktueller Klagen vor. Herr Heiko Krause Gerschäftsführer vom Bundesverband KTP, erklärte nochmals das Vergütungsmodell der Bundesvereinigung.

An diesem Tag hörten wir immer wieder „Gemeinsam sind wir stark“. Dies sollte zum Ausdruck bringen, nur Gemeinsam schaffen wir es, Veränderungen für die Kindertagespflege herbeizuführen.

5. Krankenkassenbeiträge 2019

Die Bundesregierung hat einen Entwurf erarbeitet, in dem die Mindestbemessungsgrenze für sog. „Kleine Selbständige“ auf 1.140€ festgesetzt werden soll. Damit würden die monatlichen Krankenkassenbeiträge 171€ betragen für alle, die unter diese Grenze fallen. Näheres hierzu unter……..

6. Nächstes landesweites Treffen

Wir planen das nächste Treffen am 20.10.2018 in Mainz. Falls wir eine finanzielle Unterstützung von der Landesregierung bekommen, werden wir daraus eine Fachtagung zu den Themen „Vertragsgestaltung“ und „landesweite Vernetzung der KTPP“ organisieren. Bitte merkt euch alle diesen Termin vor. Näheres folgt noch.

7. Gespräch mit dem Päritätischen Landesverband

Wir werden am 14.6.2018 gemeinsam mit der Geschäftsführerin des paritätischen Landesverbandes RLP in Mainz überlegen, ob der paritätische Verband die KTP in unserem Bundesland unterstützen kann. Dafür werden wir die notwendigen Infos und unsere Anliegen vortragen. Über das Ergebnis halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

8. In eigener Sache

Wegen mangelnden zeitlichen Ressourcen ist unsere Kollegin Nicole Schickl aus unserem Team ausgeschieden.

Zum Schluss noch eine Bitte an euch alle: wir benötigen die Unterstützung von euch allen! Bitte tragt euch bei uns auf der Homepage ein! Nur so können wir sehen, wie viele KTPP wir auch wirklich vertreten sollen und teilt uns über diesen Weg eure Anliegen mit. Manchmal dauert es zwar einige Tage, bis wir euch antworten, aber wir geben unser Bestes!

Gemeinsam schaffen wir es!

Christine Roth-Sager (Ludwigshafen, Sprecherin),
Susanne Holzinger (Speyer),
Susanne Mandel (Landkreis Alzey-Worms),
Ramona Mund-Dengel (Ludwigshafen),
Anne Nalbach (Rhein-Lahn-Kreis),
Petra Spengler (Mainz)

Newsletter 2/2018

gepostet am 18.06 2018

Liebe Kindertagespflegepersonen aus Rheinland-Pfalz, liebe Interessierte!

Seit unserem letzten Newsletter hat sich unsere Seite um einige Punkte erweitert, wir haben die Unterseite News ( https://ig-kindertagespflege-rlp.de/index.php?current=news&act=intern ) hinzugefügt, worin wir informieren, welche Termine wir als IG-Kindertagespflege-RLP warnehmen, wo wir Präsenz zeigen, und wo wir aktiv sind.

Desweiteren haben wir noch eine Seite für wichtige externe Infos ( https://ig-kindertagespflege-rlp.de/index.php?current=news&act=extern ), die aktuelle Neuigkeiten beinhalten, welche Einfluss auf unsere Arbeit nehmen können, oder Inhaltlich relevant sind.
Beispielsweise hat das Deutsche Jugendinstitut im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2015 ein neues Qualifizierungsmodell für Tagespflegepersonen entwickelt. Rheinland-Pfalz hat sich für eine verkürzte Form der Qualifizierung entschieden, diese wird vom Bundesverband nicht anerkannt!

Herr Oelbermann MdL (CDU) hat zwei kleine Anfragen im Landtag mit Kindertagespflegerelevanten Themen gestellt, die Antworten hierauf sind nicht zufriedenstellend für die 1519 Kindertagespflegepersonen in Rheinland-Pfalz.
Nehmt euch bitte etwas Zeit und lest alles genau durch. Wir würden gerne eure Rückmeldungen/Meinungen bei unseren Termin mit Ministerin Hubig am 12.4.18 vorbringen.

Eure Ramona Mund-Dengel für die IG-Kindertagespflege-RLP

Newsletter 1/2018

gepostet am 18.06 2018

Liebe Kindertagespflegepersonen aus Rheinland-Pfalz, liebe Interessierte

Wir haben uns vorgenommen, euch über die Fortschritte unserer Arbeit auf dem Laufenden zu halten und eure Wünsche in unsere künftigen Planungen einzubeziehen. In diesem ersten Newsletter für dieses Jahr berichten wir von unseren bisherigen Aktionen und hoffen, dass ihr uns weiterhin unterstützt.

Homepage

Unsere Homepage ist fertig und wir hoffen, dass unser neues Logo euch gefällt. Wir sind bestrebt, die Seiten immer aktuell zu halten. Unter „News“ findet ihr ab sofort unsere Termine, wann und wo wir uns engagieren wollen. Auch der Link zu unserer facebook-Seite ist gut sichtbar platziert. Besucht uns doch mal dort und teilt uns eure Meinung mit!

Positionspapier

Aus den schriftlichen Anregungen und Forderungen, die wir alle beim großen Netzwerktreffen in Speyer gesammelt haben, ist nun ein Positionspapier entstanden. Es beinhaltet alles, was in Bezug auf die Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz noch nicht rund läuft. Unser Ziel ist es, mit diesem Papier bei der Landesregierung und sonstigen wichtigen Anlaufstellen vorzusprechen und unsere Anliegen vorzutragen Davon erhoffen wir uns natürlich, dass wir langfristig Verbesserungen erreichen können. Frau Ministerin Hubig hat schon ein entsprechendes Schreiben mit der Bitte um einen Gesprächstermin von uns erhalten. Unser Positionspapier findet ihr auf unserer Homepage www.ig-kindertagespflege-rlp.de.

Wie könnt ihr uns unterstützen?

Um wirklich eine landesweite Vertretung zu repräsentieren, brauchen wir Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus allen Teilen von Rheinland-Pfalz. Deshalb wäre es toll, wenn ihr euch auf unserer Homepage registrieren lasst und in unseren Verteiler aufgenommen werdet. Tragt diese Bitte auch allen Tagespflegepersonen aus eurer Bekanntschaft vor. Eure Sorgen und Probleme vor Ort, aber auch Lob und Verbesserungsvorschläge, könnt ihr uns gerne unter info@ig-kindertagespflege-rlp.de mailen.



Wir hoffen, dass wir alle gemeinsam die Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz voranbringen können!

Christine Roth-Sager (Ludwigshafen, Sprecherin) Susanne Holzinger (Speyer)
Susanne Mandel (Landkreis Alzey-Worms) Ramona Mund-Dengel (Ludwigshafen)
Anne Nalbach (Rhein-Lahn-Kreis) Nicole Schickl (Rhein-Pfalz-Kreis)
Petra Spengler (Mainz)